Meine Bienen

Als ich mit meinen Töchtern einer befreundeten Imkerin über die Schultern schauen durfte und dort erste «Bienenluft» schnupperte, reifte mein Entschluss, selbst Bienen zu halten. 2020 war es dann so weit und ich konnte neben dem Grundkurs mit meinem ersten Schwarm starten. Aus dem anfänglichen Hobby ist eine wahre Leidenschaft geworden, welche mich erdet und mir Ruhe und Ausgeglichenheit gibt. Seit ich imkere nehme ich die Natur und die Jahreszeiten viel stärker wahr und freue mich auch immer über den Kontakt mit Interessierten und Kunden.

Meine Bienenstände

Windisch

Die Bienen stehen gut geschützt an einer wärmenden Mauer und fliegen direkt in die unberührte Natur. Hier entsteht ein unvergleichlich feiner Sommerhonig mit einem Aroma nach Linden, Brombeeren und manchmal auch ein feiner Waldhonig.

Scherz

Die Beuten stehen inmitten von Apfel- und Quittenbäumen, deren Blüten ein unvergleichliches Honigaroma ergeben.

Meine Jungvölker

Im April beginne ich mit der Jungvolkbildung durch Ableger. Aus ca. drei Brutwaben mit offener Brut bilde ich einen Ableger und die Bienen entscheiden selbst, aus welcher Zelle sie dann Königinnen-Zellen bilden. Nach zwei Wochen erfolgt der Schlupf.

Meist schlüpfen mehrere Königinnen und machen dann die Regentschaft unter sich aus. Nach einer Woche erfolgt der Hochzeitsflug und die noch junge Königin wird von mehreren Drohnen begattet. Danach fliegt sie wieder zurück ich ihren Ablegerkasten und beginnt nach wenigen Tagen mit der Eiablage. Das junge Volk wird regelmässig mit kleinen Gaben von Futtersirup gefüttert und kann so in Ruhe zu einem starken, überwinterungsfähigen Jungvolk heranwachsen und meinen Bienenstand ergänzen.

Die Königinnen

Im Mai versammeln sich die Imker meiner Sektion jeweils im Belegstand und können mit Unterstützung von erfahrenen Imkern umlarven. Das heisst, es werden drei Tage alte Eier der Bienenkönigin in die vorbereiteten Weiselnäpfchen umplatziert und dann in ein starkes, weiselloses Pflegevolk eingehängt. Schon nach wenigen Tagen Ruhe, kann ich sehen, welche Näpfe angezogen werden. Kurz vor Schlupf der jungen Königin, wird die Zelle in Apidea-Kistchen mit jungen Bienen gegeben. Das so entstehende Volk wird erneut zur Belegstelle gebracht, wo die junge Königin nach dem Schlupf zum Hochzeitsflug aufbricht. Wenn alles klappt, kann ich dann nach ca. drei Wochen ein Mini-Völkchen mit begatteter Königin und einem kleinen Brutnest zur weiteren Pflege heimholen.

Schwarmfang / Bienenrettung

Der Schwarm ist die natürliche Vermehrung der Bienen und findet jeweils ab Ende April statt. Das Volk fängt an, Weiselzellen zu bilden, welche die Königin dann bestiftet. Ist diese Zelle dann nach 8 Tagen verdeckelt, startet der Schwarm meist am frühen Nachmittag. Wie ein Wasserfall ergiesst sich eine riesige Masse Bienen durch das Flugloch. Welch ein Summen und Brausen! Nach ca. 50 Metern setzt sich der Schwarm und die Scout-Bienen schwärmen aus um das endgültige Heim zu finden. Hier erreichen uns Schwarmfänger dann die Anrufe und wir machen uns auf den Weg, um den Schwarm wieder einzufangen und ihm in Beuten ein Daheim zu geben. Schwärme, welche nicht eingefangen werden, sterben leider meist an Hunger oder der Varroamilbe.

Ich gebe zu, manchmal erfolgt der Schwarmfang auch auf recht abenteuerliche Weise mit einem Gabelstapler. Das ist Staplerfahren in Perfektion!

Beuten und Bienenwachs

Zum Wohle der Bienen benutze ich ausschliesslich Holzbeuten. Das Volk kann sich so in seiner natürlichen Umgebung entwickeln.

Da eine Brutwabe nie länger als 2-3 Jahre in einem Volk bleibt, habe ich mittlerweile meinen eigenen Wachskreislauf. Wachs aus ausgewechselten Brutwaben und Entdeckelungswachs, welches beim Schleudern des Honigs entsteht, wird sorgfältig eingeschmolzen, gereinigt und später durch einen Aargauer Imker wieder zu neuen Mittelwänden verarbeitet.

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